KreuzbergerWein #6: Alto Adige & Basilicata

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Eigentlich ist der Ansatz unserer Wein-Runde ja, uns entlang von Regionen die weite Welt des Weins zu erschließen. Ein wenig untypisch war diese Probe darum, weil wir dieses Mal Weine aus zwei Regionen getrunken: “Italien Nord-Süd.” Die Idee dahinter war, die Stärken zweier Regionen in einer Probe zusammenführen, also erst Weißwein aus Südtirol und dann Rotwein aus der Basilicata. Die Weißweine kamen allesamt vom Weingut Hofstätter, die roten vom Weingut Masseria Cardillo. Leider haben uns die Weißweine nicht wirklich überzeugen, dafür aber umso mehr die Weine aus der Basilicata.

(1) Hofstätter Pinot Grigio 2013, 13,5 Euro: Gute Qualität, aber zu wenig speziell für den Preis.

(2) Hofstätter Chardonnay 2013, 13,5 Euro: Sehr fruchtige Nase. Im Geschmack schön schmelzig, ohne unschöne Assoziationen zu Seife zu wecken. Besser als der Pinot Grigio, aber doch auch insgesamt recht zurückgenommen.

(3) Hofstätter De Vite 2012, 14 Euro: Eine Cuvée aus Weißburgunder, Müller Thurgau, Sauvignon und Riesling. Sperrige, “schweißige” Nase. Daniel: geschmacklich ok, aber fällt gegenüber den ersten beiden ab. Emanuel: geht gar nicht! Erschreckend: Dies ist der erste Wein, bei dem mehrere Mitglieder unserer Runde einen Nachschlag verweigern…

(4) Masseria Cardillo “Tittà”, Merlot/Primitivo 2010, 12,5 Euro: “Das ist ein Guter.” Mit 13,5% relativ viel Alkohol, der sich bemerkbar macht, aber nicht stört. Erdig-ehrlich wie ein Primitivo, rund gemacht durch den Merlot.

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(5) Masseria Cardillo “Malandrina”, Merlot/Cabernet 2010, 19,5 Euro: Ein toller Wein, mein Favorit! Eine volle, würzige Nase, kräftig und auf schöne Weise trocken im Geschmack. Ein ehrlicher und harmonischer Wein, und doch alles andere als langweilig.

(6) Masseria Cardillo “Rubra” 2008, 23 Euro: Dieser Wein ist aus den “Aglianico”-Trauben, laut Wikipedia eine sehr alte Rebsorte, die es nur in der Basilicata und in Kampanien gibt. Vielleicht war der Abend schon zu weit fortgeschritten, aber der Wein uns allen gut gefallen hat, hat er uns doch nicht auf die gleiche Weise zugesprochen wie der “Malandrina.” Der Wein war schön, trotz 14% Alkoholgehalt harmonisch, aber vielleicht am Ende doch zu “fremd” für unsere Geschmackserwartungen. Trotzdem ein guter Wein und ein schöner Abschluss dieser Verkostung.

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