Welcher Wein zu Sushi?

Die Funkstille ist vorbei und so kann ich mich nun wieder ausführlicher und aufmerksamer dem Weingenuss widmen! Am vergangenen Wochenende war ich mit meiner wundervollen Frau bei Gingi, einem klitzekleinen Sushi-Restaurant im Prenzlauer Berg. Da der Laden wirklich sehr klein ist, ist es nicht immer einfach, einen Platz zu bekommen. Dies zu versuchen, lohnt sich jedoch auf jeden Fall: Auch wenn ich gehört habe, dass es noch Steigerungsmöglichkeiten geben soll, gibt es bei Gingi nach meinem Empfinden das beste Sushi der Stadt.

Doch welchen Wein trinkt man zu solch gutem Sushi? Obwohl ich gerne und auch recht regelmäßig Sushi esse, bin ich hier noch zu keiner befriedigenden Antwort gekommen. Und musste bisher leider auch feststellen, dass selbst die besten Sushi-Köche hier oft nur wenig Hilfe bieten können. So großartig das Essen ist, so überschaubar ist zum Beispiel auch bei Gingi die Weinauswahl: es gibt einen Weiß- und einen Rotwein. Ich habe mich für den Weißwein entschieden, einen rheinhessischen Riesling, dessen Produzent ich (vielleicht zurecht) schon wieder vergessen habe. Riesling zu Sushi ist sicherlich im Prinzip eine gute Idee, letztlich hat zumindest in diesem Fall die recht präsente Säure aber nicht so richtig gut zu dem ja doch eher feinen Sushi-Geschmack gepasst.

Doch was wäre eine bessere Kombination? Ohne eine vollständige Antwort präsentieren zu können, scheinen mir folgende drei Varianten möglich:

  • Champagner & trockener Sekt: Vor längerem habe ich bei Tyler Colman mal gelesen, dass man Champagner und trockenen Sekt eigentlich zu allem trinken kann. Nach meinen bisherigen Eigenversuchen bin ich überzeugt und so kann ich mir Champagner und trockenen Sekt auch sehr gut zu Sushi vorstellen. Wobei meine Sorge wäre, dass hier der Wein dann letztlich zumindest feiner Sushi-Noten überdecken würde.
  • Halbtrockener Riesling: Kann ich mir vor allem zu Sashimi gut als dezente Begleitung vorstellen. Natürlich nur, solange man sparsam mit dem Wasabi umgeht…
  • Grüner Veltliner oder ein nicht zu säurehaltiger Riesling: In beiden Fällen könnte ich mir vorstellen, dass die (wohlverpackte) Säure einen interessanten geschmacklichen Gegensatz zum Sushi darstellen könnte.

Bei Dr. Vino gab es vor längerem auch schon mal eine Diskussion zu dem Thema. Dort wird unter anderem auch noch Pinot Noir vorgeschlagen. Richtig vorstellen kann ich mir das ehrlich gesagt nicht, aber einen Versuch wäre das bestimmt auch wert. Ich denke, ich werde das bei nächster Gelegenheit einfach mal systematisch im Rahmen einer Probe austesten und dann noch mal ausführlicher berichten…

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